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Dieses Jahr stand unserer Jugendfeuerwehr etwas ganz besonderes bevor. Wir haben uns zusammen mit den Löschzügen Asseln und Lanstrop zu einem internationalen Jugendfeuerwehr Zeltlager in Finnland angemeldet. Dort lernen unsere jüngsten internationale Standards zu vielen Feuerwehrthemen.
Als der Tag der Abreise näher rückte, wuchs natürlich die Aufregung. Im Vorfeld gab es einiges vorzubereiten und plötzlich war er da, der Tag der Abreise. Um es den Eltern einfacher zu machen, haben wir mit unserer JF im Gerätehaus übernachtet, da wir schon um 04 Uhr vom Bus der Feuerwehr Dortmund abgeholt wurden.

Es war eine lange und warme Fahrt bis zur Fähre nach Rostock. Doch dank zahlreicher Pausen haben wir die Fahrt gut überstanden.

Nach einigen Stunden fahrt erreichten wir pünktlich die Fähre in Rostock.

Die Fahrt mit der Fähre nahm etwa 42h in Anspruch, da wir noch einen Umweg über Polen einschlugen. Aber dank des schönen Wetters und der reichhaltigen Freizeitangebote an Bord, verging die Zeit problemlos und schnell.
Da wir so lieb waren, dürften wir sogar den Kapitän auf der Brücke besuchen.

Als wir in den Hafen von Helsinki einliefen, machten wir uns wieder per Bus auf die letzte Etappe ins ca. 150 KM entfernte Padasjoki.
Dort angekommen wurden wir an der örtlichen Schule empfangen und per Lotse zu unserem Camp gebracht, wo wir auch gleich mit dem Aufbau der Zelte begonnen haben.

Danach ging es zur offiziellen Begrüßung.

Im Anschluss an diese, wurden die Jugendlichen in Gruppen eingeteilt, in denen künftig die Übungen absolviert wurden.
Die Betreuer, welche sich für freiwillige Tätigkeiten im Zeltlager gemeldet hatten, wurden ebenso eingeteilt. Unsere Gruppe war mit Trainern, Übersetzern, Instandhalten und der Kantinencrew reichlich vertreten.
So hatte jeder etwas zu tun. Die jugendlichen wurden vormittags und nachmittags geschult, und die Betreuer verrichteten nötige Arbeiten.
Die Versorgung mit Mahlzeiten war vorbildlich. Es gab 4 feste Mahlzeiten am Tag, was die Jugendlichen auf Grund der zahlreichen Übungen auch dankend annahmen.

Am zweiten Tag erwartete uns ein heftiger Regenschauer, weshalb wir vorsorglich einen Graben um die Zelte zogen.

Auch lernten die Gruppen aus Asseln, Lanstrop und Lütgendortmund ihre finnischen Partnerfeuerwehren kennen.

Morgens wurden wir von Jürgen von der Lippe persönlich geweckt

Am Freitag machten wir zum Abschluss noch mal eine Wanderung, bei der die jugendlichen ihr Geschick in zahlreichen Spielen unter Beweis stellen mussten. Anschließend erfuhren wir in einem alten Cottage, wie die Land- und Waldarbeit früher in Finnland funktionierte.

Schneller als uns lieb war, ist der Tag der Abreise gekommen. Am Samstag, den 10.07. fingen wir in der Frühe an, unsere Zelte abzubauen. Nach der Urkundenverleihung setzten wir uns in Bewegung und fuhren in Richtung Helsinki, wo uns ein Besuchertag erwartete. Dort angekommen besuchten wir die Feuerwache 2, das dort ansässige Feuerwehrmuseum sowie einen geheimen Standort von historischen, sowie für den Katastrophenfall gelagerten Ansammlung von Fahrzeugen und technischem Gerät.

Da wir aber noch einen Tag zur Abfahrt unserer Fähre überbrücken mussten, übernachteten wir in der Fahrzeughalle der Partnerfeuerwehr von Asseln in Grankulla, welches etwa 20 KM von Helsinki entfernt liegt. Dort ließen wir den Abend bei gegrillter Makaraa und dem ein oder anderen Saunagang ausklingen.

Am nächsten morgen reisten wir nach dem Frühstück ab, um unsere Fähre noch rechtzeitig zu bekommen.
Diesmal wurden alle Ausweise kontrolliert, was uns ein wenig Wartezeit in der prallen Sonne verschaffte.
Die Rückfahrt hingegen war kurz und angenehm, da wir diesmal auf dem direkten Weg nach Travemünde fuhren, welches wir am darauffolgenden Tag um 20:30 Uhr erreichten.
Dort wurden wir dann von einem Regenschauer empfangen.

Einem der jugendlichen ging es zu diesem Zeitpunkt gar nicht gut, so dass sich ein Betreuer entschied, mit ihm in die Lübecker Uniklinik zu fahren. Wie sich später herausstellte, hatte er einen entzündeten Blinddarm und musste vor Ort operiert werden. An dieser Stelle wünschen wir Phillip eine gute Besserung.
Zum Glück wurden wir von weiteren Verletzungen verschont. Lediglich die Mücken machten uns in Finnland zu schaffen.
Nach einer kleinen Stärkung und einer ruhigen Rückfahrt erreichten wir um ca. 5 Uhr morgens am 13.07. unser Gerätehaus.
Sichtlich erschöpft, legten wir uns noch eine Weile hin, bis die jugendlichen morgens von Ihren Eltern abgeholt wurden.
Alles in allem war es eine anstrengende, aber auch sehr schöne Fahrt nach Finnland. Mal sehen wo es uns nächstes mal hin verschlägt.
Eure Jugendfeuerwehr Lütgendortmund
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